Paleo-Brot und Babybauch – Oder beim zweiten Mal ist alles anders

Der Doktor sagt, ich darf mich nicht mehr belasten und auf Grund etlicher Urlaubspfunde sollte ich ein wenig Acht geben.

Ich bin also mittendrin in der zweiten Schwangerschaft und irgendwie ist eben alles anders. Natürlich gab es Angefangen bei Albträumen von Mord-und Totschlag über unkontrollierte Weinausbrüche und kurzzeitigen Panikattacken die Zukunft betreffend irgendwie doch Einiges was beim ersten Mal nicht optimal lief, aber es fällt mir nur ein, wenn ich wirklich, wirklich kräftig darüber nachdenke oder mir jemand davon erzählt. Für mich war die Zeit mit Max in meinem Bauch himmlisch. Ich musste nicht arbeiten, hatte Zeit für mich, war sportlich aktiv, habe mich gesund ernährt und fand schwanger sein wunderbar.

Mein jetziger Zustand ist, naja, anders, denn so mittendrin habe ich gerade nicht den Luxus der Retrospektive und sehe mich so – siehe Foto. Füße mit Bauch. Mit Max daheim ist nun alles etwas unausgeruhter. Ich ernähre mich furchtbar, habe somit ein paar medizinische Grenzwerte und muss ständig zur Kontrolle. Die Stunden beim Sport, auf dem Sofa oder beim Kaffeetrinken mit Freunden sind nun gefüllt mit Haushalt machen, Max bespaßen, räumen, schleppen, organisieren. Ich weiß nicht in welcher SSW ich bin, leide bereits jetzt an seniler Bettflucht und wandere als Walross in einer dicken Wollstrickjacke durchs Haus und bemitleide mich von Zeit zu Zeit ein wenig selbst.

Dabei bin ich dankbar für alles was ich habe. Eine Familie, Freunde, ein Dach über dem Kopf, einen Job und sogar einen Camper namens Lucy…

Eine gute Freundin hat mir geschrieben, dass wir letzten Monat eine Vollmondphase durchlaufen haben, die Platz für neue Ideen macht und Schaffenskraft verleiht. Also hab hieß es: „Ran an den Speck!“ Die Extrakilos werden durch eine zuckerbefreite Diät angegriffen. Arbeiten werden delegiert und meinem Kopf verordne ich Ruhe und Akzeptanz.

Es ist also 5.30 Uhr morgens und ich habe bereits ein Nuss- und Bananenbrot im Ofen. Hier das Rezept für das glutenfreie Brot. Es stammt aus dem Buch „Weizenwampe“ von Dr.med.William Davis und schmeckt mit Marmelade genauso gut wie pur oder mit Käse. Da ich nicht besonders gut nach Kochbüchern backen und kochen kann, gibt es reichlich erprobte Alternativen. Meist habe ich eine Zutat nicht zur Hand, keine Lust auf einen Bestandteil oder bin schlichtweg zu faul für gewisse Handgriffe. Guten Appetit! Mehr Rezepte folgen…

Nussbrot gegen Weizenwampe

  • 600g Mandelmehl (oder einfach gemahlene Mandeln aus der Backabteilung)
  • 150g gemahlener gelber Leinsamen (schmeckt aber auch mit dunklem oder mit gemahlenen Chiasamen)
  • 4 EL Kokosmehl (oder Kichererbsenmehl)
  • 2 TL Natron
  • 1TL aluminiumfreies Backpulver (lass ich meist weg)
  • ½ TL Meersalz
  • 5 Eier getrennt (ich mische meist einfach alles zusammen, ist dann eben nicht ganz so luftig)
  • 4 EL Kokosöl oder Butter
  • 1 EL Kokosmilch oder Buttermilch

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Eine Backform 22x11cm ausfetten. (oder ein Backblech mit Backpapier auslegen). Eiweiße steif schlagen. Alles andere vermengen. Dann Eiweiße unterheben. In die Backform füllen und 40 Minuten backen lassen, bis ein in der Mitte eingestochener Zahnstocher sauber herauskommt

Wenn man die Eiweiße, wie ich, nicht steif schlägt und dann einfach ein Backblech benutzt, sollte man die Masse einfach auf 2-3cm glatt streichen. Das Brot wird dann einfach wie ein Pizzateig geschnitten und nicht wie ein Brotlaib.

Lasst es Euch schmecken!

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